Westfälische Nachrichten, 14.07.2025
Mit 675 Kindern ist die Stadtranderholung so beliebt wie nie zuvor. Seit Montag wird gebastelt, gebaut und gespielt – und das mit vollem Einsatz von 80 Betreuern. Budenbauen bleibt der Dauerbrenner. Zwei Wochen voller Abenteuer haben begonnen.
Die Planwiese bebt wieder. Auch im 51. Jahr ihres Bestehens hat die Stadtranderholung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren – eher im Gegenteil: Mit 675 Grundschulkindern wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt.
„Die letzten Anmeldungen kamen in der Nacht zu Montag sowie am frühen Morgen“, berichtet Andreas „Teo“ Terborg, der die Fäden einer der größten Ferienaktionen der Region in der Hand hält. Wobei er gleich einschränkt: „Ohne viele engagierte Betreuer wäre das nicht möglich.“ In diesem Jahr sind es 80 – viele von ihnen haben sich, wie „Teo“ selbst, extra Urlaub genommen, um wieder dabei zu sein.
Dabei zu sein, ist auch den Kindern besonders wichtig. Elisa und ihre Freundin Hannah waren bereits im Vorjahr mit von der Partie. Sie basteln und malen gerne und möchten beim Dekorieren der Buden helfen. Jan und Oscar hingegen legen schon am ersten Morgen den Hammer nicht aus der Hand. „Wir wollen nur Buden bauen“, sagen sie überzeugt und zeigen stolz ein dickes Paket Nägel, das sie mitgebracht haben.
Das Budenbauen ist seit Jahrzehnten der Renner bei der Stadtranderholung. Doch, das betont Andreas Terborg gleich mehrfach bei der morgendlichen Begrüßung am Mikrofon: „Es gibt viele weitere Programmpunkte – für jeden ist etwas dabei.“ Zwei Hüpfburgen stehen bereit, außerdem mehrere Kickertische, eine große Mal- und Bastelecke, ein Fußballfeld und vieles mehr.
Weitere Aktionen und Attraktionen folgen in den nächsten Tagen. Am morgigen Dienstag wird der Kinderbürgermeister gewählt, der anschließend von seinem Amtskollegen Wolfgang Pieper offiziell ins Amt eingeführt wird. Am Nachmittag schaut zudem die Feuerwehr vorbei und gibt spannende Einblicke in ihre Fahrzeuge und Arbeitsweise.
Auch zusätzliche Riesenrutschen, zahlreiche weitere Hüpfburgen und viele weitere Attraktionen stehen für den sogenannten Takko-Tag auf dem Programm. Ein Tagesausflug in den Zoo nach Rheine rundet das Angebot ab.
Auch kulinarisch ist einiges geboten: Als Andreas Terborg am Montag zum Auftakt verkündete, dass es mittags Pommes „bis zum Abwinken“ geben würde, war die Freude riesig. „Die mag ich besonders gerne“, sagte Elisa. In den kommenden Tagen stehen außerdem Nudelgerichte, Frikadellen mit verschiedenen Salaten und Hotdogs als weitere Klassiker auf dem Speiseplan.
So konnten es die meisten Eltern, die zum Auftakt am Montagmorgen noch im und rund um das große Zelt auf der Planwiese verweilten, um ihren Nachwuchs zu beobachten, sicherlich verschmerzen, dass Andreas „Teo“ Terborg sie freundlich verabschiedete: „Ihr habt jetzt Urlaub von uns“, rief er gemeinsam mit den Kindern den Erwachsenen zu.
Und dann begann der Spaß – zwei Wochen voller Abwechslung, Spiel und Gemeinschaft auf der Planwiese.